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Sekt-Tipps |
Video - SWR Fernsehbericht |
Sie können sich auf dieser Seite informieren und selbst Fragen stellen.
"Wir empfehlen die liegende Lagerung. So hat der Sekt Kontakt mit dem Korken und dieser trocknet nicht aus. Allerdings ist dies nur ratsam bei hochwertigen Sektkorken. Bei einfachen Sekten mit "billigen" Korken kann es durch den Kontakt häufig zu Korkgeschmack kommen."Christoph Austen schrieb uns am 10.10.2002 zu diesem Thema (vielen Dank!):
"Sehr geehrte Damen und Herren, anbei ein Auszug aus der Internet-Seite (www.frankenwein-gwf.de/03_weinlehre/index.html).2) Wie lange kann ich den Sekt zu Hause lagern?
Sekt / Sektlagerung
ABER SEKT BLEIBT IN JEDEM FALL STEHEN Der kleine Unterschied zwischen Wein- und Sektlagerung
Die Weinmacher der GWF haben seit über 10 Jahren den Beweis, dass man zwischen Wein- und Sektlagerung sehr wohl unterscheiden muss. Grund dafür ist der Korken selbst und seine Herstellung. Während normalerweise beim Weinkorken die liegende Lagerung und die damit einhergehende Befeuchtung die Abdichtung und dadurch die längere Lagerfähigkeit unterstützt, verliert der Sekt im Liegen an Frische. Ursache hierfür ist der Verlauf der Poren des Korkens. Beim klassischen Weinkorken verlaufen diese quer zum Zylinder, beim klassischen Sektkorken mit zwei Naturkorkscheiben dagegen längs zum Zylinder. Um zu verhindern, dass sich der obere Teil des Korkens auflöst und der Sekt sich geschmacklich negativ verändert, besteht ein guter Sektkorken im oberen Griffbereich aus Presskorken, hat aber außerdem zur Abtrennung vom Sekt zwei Naturkorkscheiben. Diese Naturkorkscheiben werden jedoch aufgrund des Längsverlaufs der Poren (weil nicht anders herstellbar) und des im Vergleich zum Wein vorhandenen Kohlensäuredrucks im Liegen vom Sekt schnell durchfeuchtet, und die Kohlensäure geht infolge des Schrumpfens des Korkoberteils schneller verloren. Bei stehender Lagerung findet kein Flüssigkeitsaustausch statt, und der Presskorkteil gewährleistet dennoch die Dichtigkeit, da er seine Anpressfähigkeit behält. Dadurch bleiben der edle Geschmack und die Frische erhalten, die ja das Besondere am Sekt sind.
Mit freundlichen Grüssen
Christoph Austen"
"Sekt ist ein junges Getränk. Am besten Sie genießen ihn bald! Bei einem guten Sekt, d.h. qualitativ hochwertiger Grundwein, empfehlen wir eine Lagerzeit von maximal 3 bis 5 Jahren. Der Sekt wird allerdings nicht besser, er verliert eher an Druck und gebundener Kohlensäure. Sekte mit Kunststoffkorken verlieren übrigens schneller an Druck als Naturkorken, da sie schlechter abdichten."3) Was ist die optimale Trinktemperatur?
"6 bis 8 Grad sind am besten. Kälter sollte er nicht sein, da sonst die Geschmacksnerven streiken. Bei Temperaturen über 8 Grad entweicht die Kohlensäure zu schnell und der Sekt verliert an Frische.4) Was bedeutet z.B. "trocken" beim Sekt?
Es ist empfehlenswert, den Sekt langsam zu kühlen, bis er die richtige Temperatur hat. Ein Tipp: Wenn's schnell geh'n muß, den Sekt nicht ins Eisfach, sondern lieber ca. 20 Minuten in Eiswasser stellen. Roter Sekt kann etwas wärmer getrunken werden."
Hier die Übersicht über die Dosagebezeichnungen beim Sekt:
Vorgeschriebene Angaben Restzuckergehalt brut nature / naturherb weniger als 3 g/l, diabetikergeeignet extra brut / extraherb 0-6 g/l brut / herb weniger als 15 g/l extra trocken / extra dry / extra secco 12-17 g/l trocken / dry / sec / secco 17-32 g/l halbtrocken / mediumdry / demisec 32-50 g/l mild / sweet / doux / dolce mehr als 50 g/l
"Das Sektglas sollte elegant und leicht sein und nicht zu klein. Die idealste Form ist tulpenförmig gestreckt und oben etwas nach innen gewölbt. Die Tulpe ist das Glas für die wahren Genießer."6) Frage von Wolfgang Schwarz am 30. April 2001: Wie kommt eigentlich der dicke Korken in den dünnen Flaschenhals? Wenn ich den einmal rausbekommen habe, krieg ich ihn nicht wieder rein, im Gegensatz zu den viel dünneren Korken einer Weinflasche.
"Der Sektkorken ist im Originalzustand zylindrisch mit einem Durchmesser von ca. 3 cm. Um den Korken in die Flasche zu bekommen, wird er komplett mit dem sogenannten Vierbackenkorkschloß auf den Durchmesser des Flaschenhalses (ca. 2 cm) zusammengequetscht. Danach wird er mit dem unteren Teil ca. 2 cm weit mechanisch in die Flasche gedrückt. Der obere Teil des Korkens ragt aus der Flasche heraus und dehnt sich wieder auf seinen Originaldurchmesser aus. Der untere Teil bleibt stark komprimiert im Flaschenhals. Sobald Sie den Korken nun aus der Flasche entfernen, dehnt sich der komprimierte Teil wieder etwas aus, und es ist unmöglich, ihn von Hand wieder in die Flasche zu bekommen.7) Frage von Michael Müller am 12. März 2002: Ist es möglich, dass Sekt oder Champagner nach Kork schmeckt? Wodurch kann dieses geschehen?
Da hilft nur noch ein Sektverschließer, allerdings, wenn der Sekt kalt genug ist, verliert er nicht so schnell an Kohlensäure, es sei denn, Sie wollen die Flasche bis zum nächsten Tag aufbewahren."
"Sekt oder Champagner können gelegentlich, sofern sie mit einem Naturkork verschlossen waren, einen Korkgeschmack annehmen. Die Häufigkeit von Korkschmäckern hängt überwiegend von der Qualität des Korkens ab. Bei schlechten Korkqualitäten werden im Inneren des Korkens durch mikrobiologische Verunreinigungen Mufftöne erzeugt, die dann auf den Sekt übergehen können. Bei der von uns verwendeten, guten Korkqualität wurden bisher von maximal 1% der Korken ein Korkgeschmack verursacht."8) Frage von I. Wieck am 21. Mai 2002: Sehr geehrte Damen und Herren, vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen. Ich habe vor ein paar Tagen einen "Fürst von Bismarck" Riesling Sekt vom Jahrgang 1984 geschenkt bekommen. Nun frage ich mich, ob dieser noch zu geniessen ist. Sie schreiben ja, dass Sekt eine Lagerzeit von 3 bis 5 Jahren haben sollte. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!
"Zum Verständnis eine kurze Erläuterung, wie Sekt mit der Methode "klassische bzw. traditionelle Flaschengärung" produziert wird, und welche Produktionsabschnitte es gibt:9) Frage von Herrn P. Rajcevic am 19.11.2009: Wo und wie kann ich das Abfülldatum an einer Sektflasche erkennen?
1. Trockener Wein wird mit Champagnerhefe und Zucker versetzt, in Sektflaschen abgefüllt (Tiragefüllung) und mit einem Kronkorken verschlossen. Die Flaschen lagern nun in Ruhe mindestens 9 Monate, in der Zeit vergärt die Champagnerhefe den gesamten Zucker zu Alkohol und Kohlensäure. Durch den dichten Kronkorken kann kein Druck entweichen, so löst sich die Kohlensäure fein in dem Sekt (es entsteht ein Druck von ca. 5 bar). Je länger die Hefe sich noch in dem Sekt befindet, desto feinperliger, aromatischer und gereifter wird der Sekt. Außerdem ist die Hefe ein Oxidationsschutz und der Sekt bekommt keinen Alterston. Man kann den Sekt so jahrelang lagern, allerdings auch nicht endlos (aber schon so 10 Jahre), wie lange, ist auch abhängig, wie hoch die Qualität des Ausgangsweines war.
2. Wenn man den Sekt nun verkaufen möchte, muß man die Hefe wieder aus dem Sekt bekommen, da sie ja einen bestimmten Geschmack hat und vor allem den Sekt trüb macht. Nun werden die Flaschen mit dem Kopf nach unten in ein Rüttelpult gesteckt. Ca. 2 Wochen lang werden die Flaschen jeden Tag so gedreht, daß sich die Hefe im Flaschenhals sammelt.
3. Dann wird der Sekt "degorgiert", das heißt, der Kronkorken wird geöffnet, die Hefe fliegt heraus.
4. Nun gibt man zum Sekt eine kleine Menge süßen Wein (Dosage), um den Restzuckergehalt einzustellen. Außerdem auch etwas Schwefeldioxid, um ihn zumindest die ersten Jahre vor dem Altern zu schützen. Die Flaschen werden sofort mit Naturkork und Drahtbügel verschlossen.
5. Nun, nachdem die Hefe entfernt ist, gibt es außer dem Schwefeldioxid keinen Oxidationsschutz mehr. Der Naturkork ist nicht 100% dicht, so kann mit der Zeit Sauerstoff eindringen, und wenn das Schwefeldioxid abgebaut ist, kann der Sekt einen komischen gealterten Geschmack bekommen. Je nach Qualität des Ausgangsweines geschieht dies früher oder später, aber nach 5 Jahren muß man auch bei einem guten Sekt damit rechnen. Außerdem verliert er natürlich auch Kohlensäure.
Fazit: Auch wenn Ihr 1984er Jahrgangssekt 10 Jahre auf der Hefe lag (wenn, dann würde das aber auch auf dem Rückenetikett stehen, weil das eine große Besonderheit ist, Sekt so lange auf der Hefe zu lassen, er hätte einen hohen Wert), bleiben noch 8 Jahre Lagerung des fertigen Sektes.
Also, einfach mal aufmachen und probieren, es gibt sogar Leute, die den oxidativen Geschmack mögen, wie dies beim Champagner öfters der Fall ist.
Vergessen Sie bitte alles, was ich da oben geschrieben habe, wenn der Sekt nur nach dem günstigen Tankgärungsverfahren hergestellt wurde, denn dann gärt er mit der Hefe im Tank nur maximal 6 Monate. Dann wird die Hefe filtriert. Wenn nichts über die Methode auf den Etiketten steht, können Sie davon ausgehen, daß der Sekt nach dem Tankgärungsverfahren produziert wurde. Wenn nicht, dann steht explizit "Flaschengärung" oder "klassische bzw. traditionelle Flaschengärung" drauf.
Es würde uns auch sehr interessieren, wie er geschmeckt hat, vielleicht können Sie uns das kurz mailen, wenn Sie nicht im 7. Himmel schweben......, aber die Wahrscheinlichkeit geht gegen Null."
"Auf der Sektflasche kann man das Abfülldatum nicht ablesen. Am besten beim Erzeuger anrufen und die AP- oder L -Nr. angeben (steht auf dem Vorder- oder Rückenetikett) und sich das Abfülldatum mitteilen lassen."Haben Sie selbst Anregungen, Fragen, Tipps? Dann mailen Sie uns das doch einfach. Wir erweitern oder verbessern gerne diese Seite. SekthofSieben@t-online.de
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